Parkinson-Syndrom

Es folgen

 

  1. Was ist unter Parkinson-Symdrom zu verstehen?
  2. Spezifische Maßnahmen zur Behandlung von Parkinson-Syndromen

  3. Braintuning.MAT als allgemeines Programm für Parkinson-Syndrome

  4. Besonderheiten beim Braintuning.MAT in der Anwendung auf Personen mit Parkinson-Syndrom

1 Was ist unter Parkinson-Syndrom zu verstehen?

Website Parkinson

Das Parkinson-Syndrom umfasst viele Krankheiten mit den rechts angeführten Hauptsymptomen, die in jeweils unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sein können. Etwa zwei Drittel der Parkinson- Syndrome haben keine erkennbare Ursache. Sie gelten als Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson, Schüttellähmung). Von dieser langsam fortschreitenden neurologischen Erkrankung sind bestimmte Gebiete des Gehirns, die Basalganglien betroffen. Diese tragen zur Kontrolle der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungen bei.

Die restlichen Parkinson-Syndrome sind keine eigenständigen (idiopathischen) Erkrankungen. Sie hängen mit anderen neurodegenerativen Erkrankungen zusammen oder werden verursacht durch Medikamente, Gehirntumore, Giftstoffe oder wiederholte mechanischen Gewalteinwirkungen auf den Schädel wie z.B. beim Boxen.


Etwa 1-2 Prozent der Bevölkerung ist von einem Parkinson-Syndrom betroffen. Seine Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Etwa 10 Prozent der Betroffenen sind bei Eintritt des Syndroms weniger als 40 Jahre alt.

Schon mehrere Jahre vor dem Auftreten der Hauptsymptome können sich unspezifische Symptome bemerkbar machen wie beispielsweise allgemeine Verlangsamung, Vitalitätsverlust, rasche Ermüdbarkeit, depressive Verstimmungen, Ungeschicklichkeit und Missempfindungen in Nacken, Rücken und Extremitäten. 

 

2 Spezifische Maßnahmen zur Behandlung von Parkinson-Syndromen

Traditionellerweise führt die Medizin bei Parkinson-Syndromen pharmakologische Therapien durch. Zu Beginn der Behandlung werden häufig Dopaminagonisten gewählt.

 

Als nichtmedikamentöse Maßnahmen werden zunehmend "tiefe Hirnstimulationen" (Deep Brain Stimulation) durchgeführt, ein neurochirurgischer Eingriff in das Gehirn, mit dem erfolgreich die vier Hauptsymptome korrigiert werden sollen. Ebenfalls nichtmedikamentös sind krankengymnastische Übungen, logopädische Maßnahmen zur Verbesserung von Sprech- und Schluckstörungen sowie als diätetische Maßnahmen die Bevorzugung proteinarmer Kost. 

 

 Bei den nichtidiopathischen Parkinson-Syndromen richtet sich die Therapie nach der Grunderkrankung bzw. der Ursache.

 

3 Braintuning.MAT als allgemeines Programm für Parkinson-Syndrome

Schon kurz nach der Verbreitung der ersten Gehirnjogging-Übungen, von denen die meisten mentalen Aktivierung dienten (MAT-Übungen), setzten sie einige Neurologen bei ihren Patienten mit Parkinson-Syndromen ein. Sie berichteten in ärztlichen Zeitschriften und bei Kongressen über Erfolge dieser Anwendung. Allerdings sind mir keine wissenschaftlichen Studien in internationalen Fachzeitschriften mit Gutachtersystem dazu bekannt.

Es kann angenommen werden, dass die geistigen und somatischen Maßnahmen des Braintuning.MAT ebenso wie bei gesunden Personen zur Steigerung der geistigen Fitness und zur psychischen Stabilität beitragen. Selbstverständlich sollte dabei nicht die ärztlicherseits empfohlene Behandlung vernachlässigt werden.  

 

4 Besonderheiten beim Braintuning.MAT in der Anwendung auf Personen mit Parkinson-Syndrom

 

  1. Viel Zeit bei den Übungen lassen.
  2. Leichte Übungen bevorzugen, Fehler nicht ahnden und an die Durchhalteleistung keine hohen Anforderungen stellen.
  3. Gelungene Leistungen hervorheben und loben.
  4. Die Anforderungen an geistige Leistungen langsam steigern, aber immer darauf achten, dass sie gut bewältigbar sind.
  5. Darauf hinweisen, dass die geistige Fitness und Leistungsfähigkeit durch "gehirngerechte" körperliche Maßnahmen erheblich gestützt werden können (konkrete Vorschläge im Buch "Brain-Tuning"), dass bei derartigen Maßnahmen wie Änderungen der Essens- und Trinkgewohnheiten aber immer auch der behandelnde Arzt einbezogen werden soll.
  6. Hinsichtlich der beim Braintuning.MAT vorgeschlagenen Ernährungsempfehlungen sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht der bei Anti-Parkinson-Medikamenten manchmal erforderlichen proteinarmen Ernährung zuwiderlaufen.  

                                                                                                                                                                            24.05.2015