Braintuning.MAT als Maßnahmenpaket gegen Demenz

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Es folgen

 

  1. Was ist unter Demenz zu verstehen?
  2. Demenz als Gegenstück zur maximalen geistigen Leistungsfähigkeit
  3. Spezifische Maßnahmen gegen Demenz

  4. Braintuning.MAT als allgemeines Programm gegen Demenz

  5. Besonderheiten beim Braintuning.MAT in der Anwendung auf demenzielle Syndrome

1 Was ist unter Demenz zu verstehen?

Weit gefasst bedeutet Demenz im strengen Wortsinn (lateinisch "de mens" vom Geiste, geistige Minderung) eine Minderung der kognitiven Leistungen unter ein bereits erworbenes Niveau. Bei Demenz ist also der Level des Gedächtnisses, Denkens, Rechnens, Sprechens, Urteilsvermögens, der Sprache und Lernfähigkeit usw. gesunken. Derartige für die Demenz charakteristische Minderungen von Geist und Gedächtnis setzen die Alltagskompetenz herab und verursachen auch soziale und emotionale Probleme.

 

Die Ursachen können sehr verschieden sein: Hirnverletzungen durch Unfälle, Folgen von Vergiftungen des Gehirns, Sauerstoffmangel, Unterzuckerung, Flüssigkeitsmangel  usw.

Unter den Demenzdiagnosen kommt den so genannten Altersdemenzen eine große Bedeutung zu. Um diese Diagnose zu stellen wird gefordert, dass die Symptome mindestens sechs Monate bestehen.

Die Altersdemenzen teilen sich vorwiegend in die gefäßbedingten (vaskulären) vom Multiinfarkttyp und die stoffwechselbedingten Demenzen vom Alzheimertyp auf. In Mischformen kommen beide Typen gemeinsam vor. 

 

WebDemenzHäufigkeit

Über die Häufigkeiten der mittelschweren und schweren Altersdemenzen in Deutschland liegen Erfassungen vor. Sie betragen bei 65- bis 69-Jährigen 1-2 %, nehmen rapide zu und erreichen schließlich bei 85- bis 89-Jährigen 23 % und darüber 35 % der Jahrgänge. Die leichten Demenzen, bei denen sich oft noch die Symptomatik für etliche Monate auf 0 reduzieren lässt, sind in diesen Statistiken nicht enthalten.

Die für die Demenz charakteristischen Minderungen von Geist und Gedächtnis setzen die Alltagskompetenz herab und verursachen auch soziale und emotionale Probleme  

 

2 Demenz als Gegenstück zur maximalen geistigen Leistungsfähigkeit

Website Demenz
Demenz im weiten Wortsinn ist die Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit

Das gesamte Spektrum von demenziellen Ausprägungen liegt zwischen minimalen geistigen Leistungsminderungen, die im weitesten Wortsinn schon Demenzen sind, bis zur krankhaften Demenz und innerhalb dieser bis zur völligen geistigen Leistungseinbuße. Unter den typischerweise mit dem Alter fortschreitenden mentalen Leistungsminderungen hat die Psychologie bei Erwachsenen den Ausdruck "Altersabbau" geprägt. Dieser galt in der Vergangenheit als normales menschliches Schicksal. Gerade mit Maßnahmen aus dem Programm von Braintuning.MAT wurden schnelle kognitive Leistungsanstiege über das Niveau hinaus gemessen, das die Teilnehmer an derartigen Studien selbst in ihren besten Zeiten, also zwischen 18 und 25 Jahren vermutlich nie erreicht hatten (siehe den Anfang von "Was die Fitness mindert").

 

Geistige Beeinträchtigungen, die über den Altersabbau hinausgehen, der für Personen des gleichen Alters und des gleichen Bildungsstands erwartet wird, werden bereits als Störungen, aber noch nicht als Demenzerkrankung klassifiziert. Diese Beeinträchtigungen werden als "Leichte kognitive Beeinträchtigung" (LKB) oder "Leichte kognitive Störung" oder "Mild Cognitive Impairment" (MCI) bezeichnet.   

 

3 Spezifische Maßnahmen gegen Demenz

Den Kern der ärztlichen Maßnahmen bildet die Behandlung mit Medikamenten. diese werden nach der Kenntnis der Ursachen ausgewählt. Bei Demenz als Folge von Bluthochdruck werden blutdrucksenkende Mittel (Antihypertensiva) eingesetzt, bei Zucker (Diabetes mellitus) Antidiabetika, bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) meist Medikamente mit Thyroxin usw. Direkte Wirkungen auf die Hirnleistungen haben Antidementiva (Nootropika). Braintuning.MAT kann, wie eine Reihe von Studien belegt, zusätzliche Wirkungen entfalten. Es wird aber die Effekte der ärztlichen Maßnahmen nicht ersetzen. Deshalb sollten sie trotz Braintuning.MAT weiterhin durchgeführt werden.  

 

4 Braintuning.MAT als allgemeines Programm gegen Demenz

 

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Die obige Feststellung kann man nicht oft genug wiederholen

Geistig sehr leistungsfähige Personen können  zwar eine Altersdemenz nicht immer vermeiden, aber sie sind viel seltener davon betroffen als geistig wenig leistungsfähige Personen. Geistige Fitness und Leistungsfähigkeit, die durch Braintung.MAT gefördert werden, senken das Risiko, eine Altersdemenz zu bekommen.

   

Schon vor Beginn einer ärztlich diagnostizierten Altersdemenz weist auf ein gesteigertes Demenzrisiko bei Personen, die bei sich eine zunehmende Vergesslichkeit bemerken, hin, wenn sie sich darüber Sorgen machen. Spätestens dann kann Braintuning.MAT erheblich helfen, das Risiko zu senken, tatsächlich bald dement zu werden.

Da sich diese Personen in der Regel noch im Normalbereich der Gesundheit befinden, sind bei der Durchführung von Braintuning.MAT keine Besonderheiten zu beachten.

 

Wirkt Braintuning.MAT auch bei Demenzen vom Alzheimertyp, bei vaskulären Demenzen und Mischtypen dieser beiden Formen? Selbstverständlich. Das geht schon aus der Entwicklung von Braintuning.MAT hervor. Sein Vorläufer, das Gehirn-Jogging hatte bei Patienten mit Demenzverdacht und mit leichter Demenz angefangen und sich dabei bewährt, was durch etliche wissenschaftliche Studien in den 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts belegt wurde. Erst diese Erfolge hatten dazu geführt, die Anwendung dieser Maßnahmen auf andere Personengruppen, insbesondere gesunde Personen auszudehnen.

 

Es sind nicht nur die mentalen Übungen, die einen Schutz gegen Altersdemenzen bieten können, sondern auch die körperlichen Maßnahmen. Beispielsweise hat sich gezeigt, dass Senioren, die eine einseitige Ernährung vermeiden, relativ selten bzw. verhältnismäßig spät an einer Altersdemenz erkranken. In dem Abschnitt "Der Bereich der somatischen Fitness" unter "Die SOMECO-Treppe" finden Sie einen Artikel zum Hochladen, der sich damit befasst.   

 

5 Besonderheiten beim Braintuning.MAT in der Anwendung auf demenzielle Syndrome

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Obiges gilt allgemein und bei leichten demenziellen Syndromen, bei mittelschweren und schweren Demenzen aber nicht mehr

Die Anwendung von Braintuning.MAT ist  hauptsächlich für leichte und mittelschwere Demenzsyndrome ausgearbeitet. Für schwere Ausprägungen sind eigene neuropsychologische Übungen anzuwenden, die im Gegensatz zu Braintuning.MAT nicht mehr der  "Normal"bevölkerung angeboten werden. Viele der somatischen Empfehlungen (Ernährung, Bewegung, Schlaf, Sinnestüchtigkeit) gelten allerdings auch für die meisten Personen mit sehr ausgeprägten Demenzsyndromen.   

 

Die folgenden Empfehlungen beziehen sich auf Anwendungen im leichten bis mittelschweren Demenzbereich: 

 

  1. Die Übungen leicht beginnen lassen, Fehler nicht ahnden und an die Durchhalteleistung keine hohen Anforderungen stellen.
  2. Gelungene Leistungen hervorheben und loben.
  3. Die Anforderungen an geistige Leistungen langsam steigern, aber immer darauf achten, dass sie gut bewältigbar sind.
  4. Darauf hinweisen, dass die geistige Fitness und Leistungsfähigkeit durch "gehirngerechte" körperliche Maßnahmen erheblich gestützt werden können (konkrete Vorschläge im Buch "Brain-Tuning"), dass bei derartigen Maßnahmen wie Änderungen der Essens- und Trinkgewohnheiten aber immer auch der behandelnde Arzt einbezogen werden soll.

                                                                                                                                                                          24.05.2015