Braintuning.MAT gegen geistige Defizite

Auf welche Betroffenen konzentrieren wir uns?

Im Idealfall ist Braintuning.MAT ein sehr individuelles Programm. Um möglichst vielen Personen mit relativ geringem Differenzierungsaufwand bei der Beseitigung ihrer geistigen Defizite zu helfen, ist es nötig, sich auf umfangreiche und leicht erkennbare Gruppen zu beschränken, die sich hinsichtlich der anzuwendenden Einzelmaßnahmen unterscheiden (s. Abb. 1, untere Ebene).

 

Wer sofort mehr über die praktische Anwendung erfahren will, kann von hier aus die Webseiten anklicken, die sich mit den Personen beschäftigen, die ...

   

  • ... wegen nicht "hirngerechter" körperlicher Einflüsse objektiv wenig leisten           (Diabetes; außerdem siehe "Was die Fitness mindert", untere Hälfte);

          

Parkinson-Syndrom

       

         

Web Defizite
Abbildung 1: Einteilung der mentalen Defizite und beispielhafte Zuordnungen von Personenmerkmalen, Einflüssen und Syndromen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      

Wer hingegen auch an begrifflichen und theoretischen Hintergründen interessiert ist, um mehr über subjektive und objektive geistige Leistungsdefizite sowie geistige Fitness, mentale Gesundheit und mentale Störungen zu verstehen, findet nachfolgend Ausführungen dazu unter diesen Überschriften: 

     

  1. Die unterschiedlichen geistigen Defizite

  2. Ausmaß geistiger Defizite und mentale Gesundheit  

  3. Der Wirkungsansatz von Braintuning.MAT  

  4. Ergänzende Systematik zu den objektiven geistigen Leistungsdefiziten 

  

1 Die unterschiedlichen geistigen Defizite

Was ist ein geistiger Leistungsmangel?

    

  1. Die Unfähigkeit, bestimmte mentale Aufgaben zu bewältigen?
  2. In Intelligenzaufgaben schlechter als andere Personen abzuschneiden?
  3. Mentale Leistungen nicht zu erbringen, die zu anderen Zeiten durchaus erledigbar sind?
  4. Das Versagen, das man an sich selbst wahrnimmt, unabhängig davon, ob diese Einschätzung realistisch oder nur "eingebildet" ist?

Zu 1: Wie die Konstrukteure von Intelligenztests wissen, lässt sich die Komplexität von Intelligenzaufgaben so steigern, dass diese niemand mehr bewältigen kann. Das spiegelt eine unabänderliche Tatsache für das Mängelwesen Mensch wieder. Deshalb ist ein Leistungsmangel im Sinne vom 1. Punkt, also ein absolutes geistiges Leistungsdefizit (s. Tabelle am Ende dieser Seite) für die Anwendung von Braintuning.MAT meistens nicht interessant.

 

Zu 2: Der 2. Punkt befasst sich mit faktischen Unterschieden zwischen den Menschen. Er besagt eigentlich, dass a) im Vergleich zur leistungsstärksten Person alle anderen mentale Defizite haben, aber auch b) ihre Position im Vergleich zu anderen ändern können. Auf Intelligenztests übertragen bedeutet dies, dass sie einen höheren oder auch niedrigeren IQ erhalten können. Dieser Punkt b) ist im Gegensatz zu a) für Braintuning.MAT nicht unwichtig. 

 

Zu 3: Dieser Punkt bietet den Hauptansatz für Braintuning.MAT. Hier geht es darum, die tatsächliche aktuelle geistige Leistungsfähigkeit einer Person mit dem zu vergleichen, was ihr aufgrund ihrer Genetik und bisherigen mentalen Entwicklung samt Einschränkungen wie Hirnschädigungen maximal möglich ist. Das Ausmaß des Defizits liegt in der Differenz zwischen dem maximal Möglichen, der Obergrenze der geistigen Leistungsfähigkeit (Höhe der Säule in der folgenden Abbildung 2) und der tatsächlichen Leistung (T in der Abbildung 2). Die Differenz, das Potenzial entspricht dem geistigen Leistungsdefizit.  

 

Von der akuten geistigen Fitness hängt es ab, wie viel vom geistigen Leistungspotenzial verwirklicht werden kann. Die geistige Fitness (vgl. Abbildung 3) ist gekennzeichnet durch Energie, Vitalität, verbunden mit den positiven Gefühlen Freude, gute Stimmung, Optimismus und Unternehmenslust. Damit sie sich in maximalen geistigen Leistungen widerspiegelt, erfordert geistige Fitness zudem einen Schuss an Kritikfähigkeit, Neigung zu Realismus. Deshalb dürfen die begleitenden Gefühle zwar ausgeprägt, aber nicht so extreme Hochgefühle sein, dass sie verhindern, die Wirklichkeit zu erkennen und bei den Planungen und Handlungen zu berücksichtigen. Deshalb erfolgen, wie klinisch-psychologische Studien belegen, die höchsten Leistungen, bei einer gehobenen, aber nicht einer extrem guten Stimmung (s. a. "Geistige Fitness-Tests"). - Wie es hinsichtlich Ihrer Ausprägung an geistiger Fitness steht, können Sie mit einer einfachen Skala, der "Skala für geistige Fitness" SgF im Buch "Brain-Tuning" prüfen.

 

WebgeistLeistPotenziale
Abbildung 2: Person A hat trotz gleicher geistiger Leistung als Person B ein größeres Defizit

Zur Abbildung 2: Die Personen A und B erbringen zwar die gleichen geistigen Leistungen, Person A hat aber die größeren Potenziale und somit das größere Defizit. In anderer Sichtweise: Person B ist geistig fitter.

 

Die geistige Leistungsfähigkeit der beiden Personen wird im Vergleich zur Bevölkerung als überdurchschnittlich eingeschätzt. 

 

Braintuning.MAT fördert die geistige Fitness und somit die mentale Leistungsfähigkeit. Dadurch mindern sich die geistigen Leistungsdefizite.  

 

Zu 4: Hier geht es um die Selbstwahrnehmung. Wie sieht sich eine Person? Hat sie geistige Defizite? Diese subjektive Sicht muss objektiv nicht bestätigbar sein. Beispielsweise klagen viele Personen mit einem geringen Selbstwertgefühl über ein schlechtes Gedächtnis, schneiden aber in wissenschaftlichen Studien in Gedächtnistests genauso gut ab wie die Mehrheit der "Normal"personen.  

Wenn man jedoch genauer hinschaut, erweisen sich die Personen mit subjektiven mentalen Defiziten als nicht hundertprozentig geistig fit. So haben sie typischerweise ein niedriges Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, also eine geringe Selbstwirksamkeitserwartung verbunden mit einer wenig optimistischen Stimmung. Wie mehrere Studien übereinstimmend zeigen, steigen durch die Maßnahmen von Braintuning.MAT das Selbstvertrauen, die geistige Leistungsfähigkeit und die Kommunikationsfähigkeit.  

 

2 Ausmaß geistiger Defizite und mentale Gesundheit   

Das (annähernde) Ideal der geistigen Fitness dürfte kaum von jemand länger als für wenige Minuten hintereinander und dies zudem während eines Tages nicht häufig erreicht werden. Denn wir sind in unserer Zivilisation vielen Fitnessfeindlichen Einflüssen ausgesetzt: suboptimale geistige Anregungen und Aufgaben, ungünstige Umgebungstemperatur, Beleuchtung, Ernährung, Bewegung, Schlaf-Wachwechsel usw. (vgl. "Was die Fitness mindert"). 

Wenn sich durch wirksame, aber noch nicht optimale Maßnahmen für Geist und Körper bereits bei Jung und Alt aus fast beliebigen Kreisen der Bevölkerung durchschnittliche Anstiege der geistigen Kernleistungen (Arbeitsspeicher und Durchhalteleistung) von 30 Prozent ergeben, dann weist dies darauf hin, dass die geistige Fitness bei der Mehrheit der Bevölkerung maximal 70 Prozent beträgt.

 

Bei Personen mit psychischen Störungen (Psychose, Drogen-, Alkohol-, Spielsucht, Dysthymie, Depression, Zwangs-, Essstörung usw.) sind die geistigen Defizite in der Regel noch größer. Denn bei ihnen sind einige oder mehrere Eigenschaften, die zur geistigen Fitness gehören (s. Abbildung 2) charakteristischerweise sehr stark reduziert. Demnach sinkt bei ihnen die geistige Fitness noch deutlich unter die der Normalbevölkerung. Wie stark darunter, das hängt von der Art und dem Schweregrad der psychischen Störung ab.

 

Wie die Erhebungen zeigen (Der Bundesgesundheitssurvey (GHS-MHS)) leidet während eines Jahres (12-Monatsprävalenz) in Deutschland ca. 1/3 aller Altersgruppen der Erwachsenen ab 18 Lebensjahren an einer oder mehreren psychischen Störungen. Ab etwa 65 Jahren kommen noch die Altersdemenzen hinzu, die zunehmend höhere Prozentsätze pro Altersjahrgang erreichen. So leiden in Deutschland etwa 12 Prozent der 80- bis 84-Jährigen an einem mittelschweren oder gar schweren Demenz-Syndrom. Unter den 85- bis 89-Jährigen sind es sogar 24 Prozent.  

Bei vielen dieser psychischen Störungen tragen die Maßnahmen von Braintuning.MAT zur Beseitigung der störungsbedingten geistigen Defizite bei. Sie fördern zusätzlich die "normale" mentale Fitnesskomponente, die, wie oben erörtert, sich bei Personen ohne psychische Störungen ohnehin im deutlich submaximalen Bereich bewegen.    

 

Das Konzept der psychischen Störung überschneidet sich großenteils mit dem der mentalen Gesundheit, genauer "mentalen Störung". Das Wort "psychisch" wird oft "seelisch-geistig" gleichgesetzt. Entsprechend werden bei psychischen Störungen die emotionalen Aspekte als ebenso wichtig wie die mentalen erachtet. Bei mentalen Störungen (der Gesundheit) steht hingegen das Mentale im Vordergrund des Interesses, ebenso wie bei geistiger Fitness. Dabei sollen begleitende seelische (emotionale, affektive) Merkmale nicht unbeachtet bleiben. Sie sollen aber mehr im Hintergrund des Interesses stehen. Mentale Gesundheit und ihre Störungen stehen also der geistigen Fitness näher. Deshalb befasst sich Braintuning.MAT primär mit Maßnahmen für geistige Fitness und mentale Gesundheit und ihren Störungen wie Alkoholismus, Psychopathien, Neurosen, psychosomatischen Störungen, Depressionen oder Demenzen.

 

WebmentaleGesundheit
Abbildung 3: Links Merkmale der geistigen Fitness zwischen sehr ausgeprägt bis sehr gering

   

Mental gesunde Personen
sind auch geistig fitte Personen. Letztere müssen aber nicht mental gesund sein.

Was macht nun den Unterschied von geistiger Fitness und mentaler Gesundheit aus?

Der Unterschied liegt in der Dauer des Zustands:
 
Geistig fit kann man kurzfristig sein, für einige Stunden sowie an mehreren Tagen. Aber erst wer einige Wochen oder gar Monate lang geistig fit ist, ist auch mental gesund.

Braintunig.MAT
soll nicht nur die geistige Fitness, sondern auch die mentale Gesundheit fördern. 

  

3 Der Wirkungsansatz von Braintuning.MAT  

Wie schon oben und unter "Braintuning.MAT für Sie!" erörtert, sind zwei Grundarten an geistigen Defiziten zu unterscheiden:

 

  1. Subjektiv wahrgenommene mentale Leistungsmängel. Typische Aussagen von Personen, die daran leiden, sind: "Ich bin nicht intelligent", "mein Gedächtnis ist schlecht", "für mich ist alles zu kompliziert", "meist kapiere ich ohnehin nichts"; oder bei einfachen geistigen Aufgaben: "ich kann das soundso nicht".
  2. Objektiv festgestellte geistige Leistungsmängel. Typische Feststellungen: Experten stimmen in ihren Beobachtungen überein; Ergebnisse in psychometrischen Tests. - Innerhalb dieser Leistungsdefizite ist es für manche Zwecke, besonders die Ursachenerkennung und -behandlung wichtig, die drei Arten auseinanderzuhalten, die oben unter den Punkten 1 und 3 angeführt wurden. Der Vollständigkeit halber wird diese Differenzierung in einer Tabelle am Ende dieser Seite wiedergegeben.

  

Braintuning.MAT hilft bei geistigen Defiziten, die als mentale Störungen diagnostiziert sind, nur, Symptome und nicht die Ursachen zu beseitigen. In vielen Anwendungsfällen mag dies  genügen. Denn wenn die Symptome eines geistigen Defizits gemindert oder sogar beseitigt sind, verliert die Frage nach den Ursachen oft an Relevanz.

Dabei kann sich die Lebensqualität so stark verbessern, dass sie als akzeptabel wahrgenommen wird.  

  

Und schließlich ist, wie oben schon erwähnt, noch an eines zu denken: Zusätzlich zur Beseitigung von Symptomen mentaler Störungen kann Braintuning.MAT helfen,  die geistige Fitness und somit mentale Leistungsfähigkeit und psychische Stabilität bis zu einem Niveau zu fördern, wie man es im Laufe der bisherigen persönlichen Entwicklung noch nicht erreicht hatte (siehe "Was die Fitness mindert", Anfang). 

 

 

4 Ergänzende Systematik zu den objektiven geistigen Leistungsdefiziten    

Bei den objektiven geistigen Leistungsmängeln lassen sich drei Arten unterscheiden, die für die Erkennung und Beseitigung der Ursachen Bedeutung haben können: ein absolutes Leistungsdefizit und zwei relative: 

Leistungsdefizit


Vergleich


Beispiele


absolut

im Vergleich zur Machbarkeit

Ein PKW-Fahrer verliert im dichten Straßenverkehr die Übersicht; ein Urlauber kann die leicht und locker geschriebenen 20 Seiten eines Reiseberichts nicht am Stück lesen, weil es ihm zu anstrengend ist; ein Kellner kann die Kosten von einem Menü und zwei Getränken nicht zusammenrechnen.

relativ

im interindividuellen Vergleich

Jemand kommt mit den geistigen Tätigkeiten nicht zurecht, die andere mit gleicher Erfahrung beherrschen; das Ergebnis von psychometrischen Intelligenz-, Konzentrations- oder Gedächtnistests ist unterdurchschnittlich.

relativ

im intraindividuellen Vergleich (= Leistungsminderung)

Früher erledigte Frau X die Bankaufträge rascher; noch vor zwei Jahren addierte Herr Y 50 zweistellige Zahlen, ohne zwischendrin wegen Erschöpfung unterbrechen zu müssen.                            
                                                              23.05.2015