WebInsiderkenntnisse 6a

Ohne Tradition kaum vertrauenswürdige Erkenntnisse und Maßnahmen

Auf der nächsten Webseite folgen "Schlagzeilen aus der GfG" (GfG: Gesellschaft für Gehirntraining e.V.). Diese Schlagzeilen geben vereinfacht Erkenntnisse und Maßnahmen wieder, die in der Geschichte der GfG entstanden sind (siehe "Die GfG-Geschichte"). Sie sind letztlich auf die Förderung der geistigen Fitness ausgerichtet, wie sie insbesondere bei geistigen Unter- oder Überforderungen, also bei Fehlforderungen auftreten.
 

Ein unabdingbares Kriterium für derartige Erkenntnisse und Maßnahmen ist, dass sie wissenschaftlich fundiert sind. Da sie charakteristischerweise neu sind, muten sie viele Menschen erst befremdlich an. Wenn sie dann akzeptiert werden, besteht die Gefahr, sie sich wegen der mangelnden Kenntnis der in der GfG tradierten Grundlagen, nicht sachgerecht anzueignen, sie entsprechend inadäquat weiter zu vermitteln oder in der Praxis falsch umzusetzen. 
 

Neben geistigen auch körperliche Maßnahmen berücksichtigen, z. B. bei Heuschnupfen. Mehr unter "--- Neue Veröffentlichungen". Links auf dieser Seite anklicken

Ein Beispiel ist das Schlagwort "Kaugummikauen macht schlau". Die dahinter stehende Erkenntnis ist differenzierter. Sie müsste so formuliert sein: "Kaugummikauen kann schlau machen". Ohne Einsicht in die zehn Jahre vorher durchgeführten Studien über den Einfluss von körperlichen Bewegungen auf die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Merkspanne bzw. ihr Produkt, die Arbeitsspeicherkapazität, sind die Zusammenhänge kaum adäquat zu verstehen. Beispielsweise wurde von Laien aus dem obigen Schlagwort "Kaugummikauen macht schlau" abgeleitet: Kaugummikauen ist gut für schriftliche Prüfungen.  Diese Ableitung erweist sich bei genauerer Kenntnis der Sachlage jedoch als falscher Ratschlag. Denn Kaugummikauen kann bei schriftlichen Prüfungen die geistige Leistungsfähigkeit herabsetzen. Warum ist das so? 
   

 

 

(c) GfG, Ebersberg

Aktivationsmodell: auf der X-Achse von links nach rechts immer höhere Aktivationsniveaus

 

Die Aktivitäten des Schreibens - in einer vielleicht zusätzlich emotional angespannten Situation - durch das motorische Kauen weiterhin zu intensivieren, begünstigt ein überoptimales Aktivationsniveau, auf dem die (fluide) geistige Leistungsfähigkeit unterhalb des Maximums liegt (im Aktivationsmodell des obigen Bildes gelangt man auf die rechte Seite). - Diese - empirisch an zahlenmäßig umfangreichen Schülergruppen belegte - Erkenntnis lässt sich ohne Schwierigkeiten durch alle vorhersagen, die sich in die Befunde und Maßnahmen etwas eingearbeitet haben, die in der GfG-Tradition entstanden sind.

 

  

Aus GEISTIG FIT 2011
Eine Ergänzung zu diesen Aussagen finden Sie im Artikel "Informierte Kaugummikauer sind schlauer"

 

 

 

Schlagwörter sind gut, um das Interesse an einem Gebiet zu wecken, z. B. daran, wie man sich und andere mit einfachen Mitteln geistig fitter machen kann. Wer Erfolg haben will, sollte sich im nächsten Schritt näher mit den Erkenntnissen befassen, die in einer wissenschaftlichen Tradition entstanden sind. Auf dem speziellen Gebiet der geistigen Fitnesserhaltung und -steigerung ist es die GfG-Tradition. 

 

Der von Dr. Antonia Rötger verfasste Beitrag "Macht Internet dumm?" bestätigt die Relevanz von Traditionen für geistige Orientierungen.

 

Erfolg im Umgang mit Infos
Sich nicht durch Infohäppchen verwirren lassen

                                                                                                                                                                         14.05.2015