Ist die Mensa eine Vereinigung von mehrheitlich nicht ganz Hochbegabten?

          Eine Kurzfassung dieser Arbeit ist im Magazin GEISTIG FIT (Jahrgang 26,

          Heft  2, S. 14-16) unter dem Titel „Mensa: eine Vereinigung von

          Hochbegabten?“ veröffentlicht. Sie können sie nachfolgend hochladen.

Zum IQ von Mensanern
Sind Mensa-Mitglieder wirklich immer geistig hochbegabt? - Eine Kurzfassung dieses Berichts, die weitgehend testtechnische Details vermeidet



Inhaltsverzeichnis

0 Überblick

1 Wer sind die Mensaner?

   1.1 Einmal Mensaner immer Mensaner

   1.2 Einmal hoher IQ nicht immer hoher IQ

2 Mehrere Messungen mehrere IQ-Punkte

   2.1 Mehrfach gleicher Intelligenztest, aber verschiedene IQ-Punkte

        - Im Laufe des Schuljahres Schrumpfung an Hochbegabungen

       - Trotz gymnasialer Bildungsbemühungen war die Hochbegabung plötzlich

          wieder weg

        - Im reifen Alter war die frühe Hochbegabung ausnahmslos verschwunden

        - Weiterentwicklung von Kindern mit hohem IQ – vor allem Zufall

   2.2 Verschiedene Intelligenztests liefern zusätzlich unterschiedliche IQ-Punkte

3 Die Mensa-Vereinigung verhindert den Ausschluss der Versager

4 Schnell informierte Lehrpersonen nur erfolgreich bei Förderung kurzfristiger

   Leistungsfähigkeit

5 Fast die Hälfte machte sich zu Hochbegabten

6 Durch Brain-Tuning Mensa-Mitglied werden und Mitgliedschaft rechtfertigen

7 Literaturnachweis



0 Überblick

Was ist von der nachfolgenden Information von „MinD Mensa in Deutschland“ zu halten? [1]

„1,6 Mio. Deutsche sind hochbegabt - aber nur die wenigsten wissen davon. Testen Sie Ihre Intelligenz!
Der wissenschaftliche IQ-Test von Mensa kostet  49,- Euro und dauert 90 Minuten. Sie erfahren vertraulich Ihren genauen IQ-Wert. Wir veranstalten Intelligenztests in rund 80 deutschen Städten."

Damit suggeriert MinD Mensa in Deutschland, der „wissenschaftliche“ IQ-Test liefere einen einzigen genauen IQ-Wert, mit dem sich feststellen lässt, ob die getestete Person zur Kategorie der Hochbegabten gehört oder nicht. Ob das stimmt, haben wir anhand von Testergebnissen aus verschiedenen Studien überprüft.

Zu Beginn unseres Beitrags stellen wir fest, dass von Mensa-Vereinigungen anerkannte Intelligenztests bei Wiederholungen, wie sie von Mensa erlaubt sind, meist zu verschiedenen IQ-Werten führen. Wenn dabei einmal, aber sonst nicht das Hochbegabten-Kriterium erreicht wird, hat die getestete Person die Voraussetzung zur Zulassung als Mensa-Mitglied, also in die Vereinigung der Hochbegabten, trotzdem erfüllt. Aber ist sie dann tatsächlich hochbegabt?

Danach zeigen wir, dass bei unterschiedlichen von der Mensa anerkannten Intelligenztests die IQ-Werte zusätzlich voneinander abweichen. Durch Wiederholungen von Intelligenztestungen, zudem mit verschiedenen IQ-Tests steigt die Wahrscheinlichkeit, wenigstens einmal der „Hochbegabung“ zugeordnet zu werden, um ein Mehrfaches, für Deutschland auf mehrere Millionen Personen.

Abschließend stellen wir eine Studie vor, in der sich Vorabiturienten während weniger Monate mit Erkenntnissen und praktischen Maßnahmen – heute zusammenfassend als „Brain-Tuning“ bezeichnet - vertraut machten und sich dadurch ein Selbst-Management zur Förderung ihrer geistigen Leistungsfähigkeit aneigneten. Anfänglich galt nach dem IQ-Test niemand als hochbegabt. Mit zunehmender Kompetenz im Brain-Tuning stieg der Anteil der Hochbegabten auf fast die Hälfte. Die Schlussfolgerung daraus: Wer unter den Mensa-Mitgliedern die eigene Hochbegabung absichern oder sogar weiterentwickeln will, tut gut daran, sich mit Brain-Tuning vertraut zu machen. Damit ihr einmal gemessener hoher IQ keine Eintagsfliege bleibt und sie mit Recht Mensaner sein können.


1 Wer sind die Mensaner?

Es sind die Mitglieder der 1946, also vor 70 Jahren in Großbritannien gegründeten Mensa-Vereinigung [2]. Diese ist ein internationales Netzwerk für Personen mit einem hohen Intelligenzquotient (= IQ) in einem von der Mensa-Vereinigung anerkannten Intelligenztest. Bei der Testung soll die Leistung höher liegen als bei 97 Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung (siehe Fenster 1).


1.1 Einmal Mensaner immer Mensaner

Wer einmal nachweisbar den IQ 130,8 (Mensa Schweiz [3]) oder höher geschafft hat, kann für immer Mensa-Mitglied bleiben. Vorausgesetzt, der Mitgliedsbeitrag wird zuverlässig entrichtet.

Die Vorstellung dahinter ist, dass sich die geistige Leistungsfähigkeit stabil auf dem gleichen Niveau hält: Der Mensaner ist eben hoch intelligent, im Schnitt die mental stärkste unter 50 Personen des gleichen Alters [3].



Was ist Mensa? Wer sind Mensaner?                                                            Fenster 1

„Mensa: Das Netzwerk für Hochbegabte

Mensa ist der weltweite Verein für hochbegabte Menschen. Mit 120.000 Mitgliedern aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen, davon 12.500 in Deutschland. Mensa hat zum Ziel, hochintelligente Menschen zu vernetzen – über lokale, überregionale und internationale Treffen, Interessen- und Diskussionsgruppen.“

Mensa gibt es in über 100 Ländern. Sie ist die älteste und größte Organisation für hochintelligente Menschen. In Deutschland sind über 800 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Mitglieder.

Wer Mitglied werden möchte, muss in einem anerkannten Intelligenztest „ein besseres Ergebnis erzielen, als 97 % der Bevölkerung (…) In Deutschland entspricht dies mindestens einem IQ von 130.“

Quelle (siehe Literaturverzeichnis, dort [1])



Dies ist vergleichbar mit der Zugehörigkeit zu einem Staat: einmal Deutscher immer Deutscher.  Oder vergleichbar mit der Körpergröße: mit 20 Jahren zwei Meter groß, mit 60 Jahren auch noch ein Riese.


1.2 Einmal hoher IQ nicht immer hoher IQ

Ganz so selten sind die durch den IQ 131 und mehr definierten Hochbegabten der Mensa nicht, wenn Personen sich mehrfach mit dem gleichen Intelligenztest oder verschiedenen derartiger Messinstrumente testen lassen. Denn


  1. mehrere Messungen mit dem gleichen Test bei derselben Person liefern normalerweise keine völlig übereinstimmenden IQ-Punkte und
  2. bei Messungen mit unterschiedlichen Intelligenztests differieren gewöhnlich die IQ-Ergebnisse, weil die verschiedenen von der Mensa anerkannten Intelligenztests keine identischen Begabungen messen.


Die nicht ideale Stabilität des IQ´ tritt auch dann auf, wenn sich eine Person zwischen zwei Testungen in der geistigen Kapazität nicht weiter entwickelt hat und wenn systematische Wiederholungseffekte ausgeschlossen werden können. Solche kommen vor allem vor, wenn die Testperson gelernt hat, wie mit dem Test umzugehen ist oder wenn sie sich sogar die Lösungen bestimmter Aufgaben eingeprägt hat.

Innerhalb der IQ-Schwankungen kann es einen oder mehrere positive Ausschläge geben, bei denen manch günstige Bedingungen so zusammenkommen, dass das Kriterium für Hochbegabung erreicht wird, obwohl dieselbe Testperson bei anderen Intelligenztestungen immer darunter liegt.


Wie sieht es nun tatsächlich mit durch Intelligenztests ermittelten Hochbegabungen aus? Wir wollen dem anhand uns zur Verfügung stehender Daten von Tests nachgehen, die bei Mensa anerkannt sind (siehe Fenster 2).



Langfassungen und Erläuterungen zu den im Text verwendeten        Fenster 2

Kurzbezeichnungen von international gebräuchlichen Intelligenztests:

    Blau: Test erfasst nur fluide Intelligenz (Beispiele in Abbildung 1);

    schwarz: Test misst neben fluider auch kristalline Intelligenz (Beispiele in Abbildung 3)

    Zahl in eckiger Klammer wie beispielsweise [8] ist die Nummer im Literaturverzeichnis


APM = Advanced Progressive Matrices Test: Autoren: J. C. Raven [4] (deutsche

             Version von K. A. Heller et al. [5])

CFT = Culture fair intelligence test: Autoren: R. B. Cattell & A. K. S. Cattell [6]

            (deutsche Versionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene von bzw. mit

            R. H. Weiß [7, 8])

K-ABC = Kaufman Assessment Battery for Children; ein Test, der sowohl fluide als

             auch kristalline Intelligenz erfasst; Autoren: N. L. Kaufman & A. S. Kaufman

             [9] (deutsche Version von P. Melchers & U. Preuß [10])

SPM = Standard Progressive Matrices-Test: Autor: J. C. Raven [11] (deutsche

            Version von K. A. Heller et al. [12])

WAIS = Wechsler Adult Intelligence-Test: ein Test für ein breites Spektrum von

            Intelligenzkomponenten, das sowohl fluide als auch kristalline Intelligenz bei

            Erwachsenen umfasst; Autor: D. Wechsler [13] [deutsche Version wird als

HAWIE (Hamburg Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene [14]) bezeichnet]

WISC = Wechsler Intelligence-Scale für Children: ein Test für ein breites Spektrum

            von Intelligenzkomponenten, das sowohl fluide als auch kristalline Intelligenz

              bei Kindern umfasst; Autor: D. Wechsler [15] [deutsche Version wird als HAWIK (Hamburg Wechsler-Intelligenztest für Kinder [16]) bezeichnet]



2 Mehrere Messungen mehrere IQ-Punkte

Die Mensa Deutschland bietet die Wiederholung von IQ-Testungen mit den folgenden Worten an [1]:Sie können den Test jeweils im Mindestabstand von zwölf Monaten zwei Mal wiederholen (also insgesamt drei Mal teilnehmen).“ Sie fügt hinzu [1]: “Mensa-Mitglieder sind von der Teilnahme ausgeschlossen.“


Durch wiederholte Messungen mit dem gleichen Intelligenztest das Aufnahmekriterium für die Mensa zu erfüllen, ist nur deshalb sinnvoll, weil dadurch unterschiedliche IQ-Punkte erzielt werden. Dies trifft auch für Tests zu, bei denen keine Lerneffekte auftreten wie bei den Verfahren für fluide Intelligenz (siehe Fenster 2). Sie erfassen die Fähigkeit, ohne Rückgriff auf Erfahrungen neue geistige Probleme zu lösen [17] (Aufgabenbeispiele in der Abbildung 1). Derartige Verfahren für fluide Intelligenz gehören zu den von der Mensa anerkannten IQ-Tests [1, 3].


fluide Intelligenzaufgaben

Abbildung 1: Aufgaben für fluide Intelligenz, wie sie die Mensa-Vereinigungen selbst verwenden und anerkennen. - Lösungen am Schluss des Beitrags





Ohne Korrelation geht es nicht                                                                                      Fenster 3

Schon 1974 schrieb die ZEIT [18] über die damals in den westlichen Ländern herrschende IQ-Diskussion: „Die ganze IQ-Kontroverse versteht nicht, wer nicht wenigstens einen ungefähren Begriff davon hat, was eine „Korrelation“ ist.“


Eine Korrelation, symbolisiert durch „r“, ist ein Maß der Stärke und Richtung vom Zusammenhang von zwei Variablen wie z. B.: IQ-Ergebnis bei einer ersten Intelligenztestung und IQ-Resultat bei einer späteren Testwiederholung. r liegt zwischen -1 und 1. Ein Wert nahe -1 bezeichnet einen starken negativen Zusammenhang beispielsweise: je niedriger die Mathematiknote (1 = sehr gut; 6 = ungenügend), desto höher der IQ (tatsächlich stimmt dies nicht so ausschließlich, weil es davon Abweichungen gibt). Ein Wert nahe 1 spricht für einen perfekten positiven Zusammenhang. Zum Beispiel: je höher der IQ bei der Ersttestung, desto höher bei der Zweittestung – ohne Ausnahmen. (Wenn dem so wäre, wäre dies eine wichtige Voraussetzung für die Annahme, dass IQ-Giganten immer IQ-Giganten sind). Kein Zusammenhang besteht, wenn der Wert r = 0.


Die meisten Zusammenhänge in der Intelligenzpsychologie liegen zwischen r = 1 und r = 0. So korreliert beispielsweise der IQ von Elfjährigen mit dem, wenn sie 80 Jahre alt geworden sind, mit r = 0,66 [22]. Was bedeutet das? Erst einmal: Es gibt eine Beziehung, die irgendwo zwischen einem extrem engen Zusammenhang zwischen erstem und späterem Testergebnis und totaler Unabhängigkeit beider voneinander liegt. Aber wie sieht das genau aus? Die Abbildung 2 zeigt dies.


2.1 Mehrfach gleicher Intelligenztest, aber verschiedene IQ-Punkte

Wie aus den methodischen Untersuchungen hervorgeht, kommen bei wiederholten IQ-Testungen in der Regel nicht gleiche Ergebnisse heraus. So teilen Heller et al. [5] für den APM, der bei einer Stichprobe von Studenten durchgeführt und nach zwei Wochen wiederholt wurde, die Korrelation r = 0,70 mit. Die grafische Darstellung gleicht fast der in Abbildung 2. Zwei andere Studien hatten im gleichen Zeitraum r = 0,80 und 0,82 5. Bei voll stabilen Messwerten wäre r = 1,00.


Auch über den Grundintelligenztest CFT 20, der wie der APM fluide Intelligenz misst und im Abstand von zwei Wochen wiederholt wurde, berichtet Weiß, dass die Korrelation r = 0,77 betrug [7].

Nach dreimonatigem Abstand zwischen zwei Messungen mit dem APM erreichte r je nach Studie zwischen 0,58 und 0,82 [5].  


Wie sieht es aus, wenn nur Hochbegabte getestet werden? Eine Studie an 41 hochbegabten Gymnasiasten erbrachte für den Zeitabstand von drei Monaten zwischen zwei CFT 20-Testungen r = 0,70 [7]. Also änderten sich auch bei Hochbegabten die IQ-Punkte beträchtlich. Fänden diese Schwankungen bei den als hochbegabt Klassifizierten nur innerhalb des Hochbegabtenbereichs, also im IQ-Bereich 131 und darüber statt, dann wäre alles in Ordnung. Aber dem ist nicht so, wie drei Studien unter Beteiligung der Gesellschaft für Gehirntraining e. V. (GfG) und eine weitere Studie belegen.

  

Im Laufe des Schuljahres Schrumpfung an Hochbegabungen: Schauen wir uns die insgesamt 92 Schülerinnen und Schüler der Grundschule von Volkenschwand in Niederbayern im Schuljahr 2007/2008 an [19]. Sie unterzogen sich etwa einen Monat nach Schuljahresbeginn in Gruppentestungen dem SPM [6] und wiederholten diesen Test später mehrfach (siehe Tabelle).  Bei den vier Klassen lagen die Korrelationen r von der ersten zur zweiten Testung zwischen 0,43 und 0,79 und von der ersten zur dritten Messung zwischen 0,52 und 0,67. Das bedeutet, dass die individuellen IQ-Werte beträchtlich schwankten. In der ersten Klasse erreichte niemand das Niveau der Hochbegabung. Der Beste erzielte zu Beginn den IQ 103, anschließend 105, dann 107 und schließlich 119. Dies ist immer noch weit entfernt vom IQ131.


Ab Klasse 2 traten nach den Testergebnissen Hochbegabte auf. Zu Schulbeginn waren es vier, obwohl in der Bevölkerung bei den insgesamt 92 Grundschülern nur zwei zu erwarten gewesen wären. Die Anzahl fiel aber im weiteren Verlauf des Schuljahres auf einen Hochbegabten. Mindestens drei der vier Eltern, die zu Schuljahresbeginn vielleicht stolz auf ihr hochbegabtes Kind waren, hätten bei späteren Testwiederholungen, das heißt nach gut vier Monaten, ihr Bild korrigieren müssen.


 

Hochbegabte Grundschüler

Tabelle: Mehrfache Messung mit dem internationalen Intelligenztest SPM in einer niederbayerischen Grundschule. Wie viele geistig Hochbegabte?



Trotz gymnasialer Bildungsbemühungen war die Hochbegabung plötzlich wieder weg: Bei den 432 Neuanfängern, also Fünftklässlern in sechs Gymnasien (nähere Beschreibung in [19 ,20]), die in Gruppentestungen den SPM absolvierten, konnten in der ersten Testung, die sechs Wochen nach Schuljahresbeginn stattfand, zwei Hochbegabte ermittelt werden. In der psychometrischen Untersuchung einen Monat danach erreichten wiederum zwei Gymnasiasten dieses Kriterium. Es waren allerdings diesmal zwei andere Schüler, während die zuerst als hochbegabt Identifizierten testtechnisch nicht mehr zu den zwei Prozent der geistigen Höchstleister gehörten. Zur dritten Messung, die weitere vier Monate später stattfand, erreichten drei den hohen IQ.


Zusammenfassend ist für die Anfänger in Gymnasien festzustellen: Von den insgesamt vier psychometrisch als hochbegabt Identifizierten, erreichten drei zweimal das Kriterium und einer einmal, keiner dreimal. Bei ihren zusammen zwölf Messungen wären sie demnach siebenmal als hochbegabt und fünfmal nicht, also nicht mensatauglich erkannt worden.


Im reifen Alter war die frühe Hochbegabung ausnahmslos verschwunden: Vergrößern sich die Zeitabstände nach der Ersttestung in der Schülerzeit, dann ergeben sich noch krassere Verhältnisse. Dies zeigt die schottische IQ-Verlaufsstudie „Scottish Mental Survey of 1932“. Im Jahr 1932 mussten sich alle schottischen 11-Jährigen, es waren 87.498, einem Intelligenztest unterziehen, dem „The Moray House Test“ [21]. Von den ehemals Getesteten konnten über 60 Jahre danach rund 200 ausfindig gemacht und wieder mit dem gleichen Intelligenztest untersucht werden. Zvan bildete ein Korrelogramm, um das Ergebnis anschaulicher zu machen [22]. Die Korrelation zwischen den beiden Testungen betrug r = 0,66 (siehe Abbildung 2).


Aus der Gegenüberstellung der IQ-Punkte, die im Internet veröffentlicht sind (siehe [22]), streuten die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler, die als Elfjährige nach ihren IQ-Ergebnissen hochbegabt waren, im Alter von 80 Jahren zwischen dem IQ 102 und 122. Es wäre also niemand davon im höheren Alter noch als hochbegabt eingestuft worden. Dabei wurde der spätere IQ selbstverständlich auf die Bevölkerung der Altersgruppe um 80 Jahre bezogen. In ihr galten nun andere als hochbegabt.

 

 

 

Schottische IQ-Verlaufsstudie

Abbildung 2: Welche IQ-Werte hatten die schottischen 11-Jährigen später, als sie 80 Jahre alt waren? Ein Beispiel: Person A erreicht mit 11 Jahren den IQ 133 (Bereich der Hochbegabung) und mit 80 den IQ 113 (gehobener Durchschnitt). - Quelle der Daten des „Scottish Mental Survey of 1932“: in [22]

 

 


Weiterentwicklung von Kindern mit hohem IQ – vor allem Zufall: Da die jüngsten Mitglieder nach Angaben von Mensa international zwei Jahre alt sind [23], liegt die Frage nahe, inwieweit sich die bei ihnen gemessene Hochbegabung später noch feststellen lässt. Bei Testungen von Zweijährigen mit einem Intelligenztest, deren IQ mit neun Jahren erneut bestimmt wurde, korrelierten die Ergebnisse r = 0,56 [24], in einer anderen Studie mit Zweijährigen, die im Alter von 15 Jahren wieder untersucht wurden 0,78 [24].

 

Größer war der Zeitabstand bei einer Wiederholung des mehrere Intelligenzkomponenten erfassenden und in psychologischen Fachkreisen berühmten Stanford-Binet-Tests [25], der bei Vierjährigen abgenommen und als sie 42 Jahre alt waren, wiederholt wurde: r = 0,41 26.

Zur Deutung des Zusammenhangs ist r zu quadrieren. So bedeutet r² = 0,41 x 0,41 = 0,17. Das heißt, dass 17 % Gemeinsamkeit herrschen, die über die Zufallsübereinstimmung hinausgeht. 83 %, also rund fünf Mal so viel stimmen nicht systematisch überein.

  

2.2 Verschiedene Intelligenztests liefern zusätzlich unterschiedliche IQ-Punkte

Das Problem, von einer individuell stabilen geistigen Hochbegabung auszugehen, vergrößert sich, weil es nicht nur einen, sondern viele verschiedene von der Mensa anerkannte IQ-Tests gibt. So teilt Mensa Deutschland mit [1]: „Diesen Nachweis [der geistigen Hochleistung; die Autoren] können Sie wahlweise in einem Intelligenztest der MinD-Stiftung gGmbH erbringen oder durch das Einreichen eines externen Gutachtens aus einem IQ-Test, den Sie an anderer Stelle absolviert haben.“

 

Außerhalb der Mensa-eigenen Intelligenztests dienen der WISC und K-ABC (siehe Fenster 2) am häufigsten der Qualifizierung für die Aufnahme in diese Vereinigung (nach Angaben in [27]). Die außerhalb der Mensa zu den verbreitetsten Intelligenztests gehörenden, in Fenster 2 bereits angeführten Messverfahren für fluide Intelligenz nach Cattell und Raven liefern sicherlich ebenfalls anerkannte IQ-Ergebnisse, ebenso der Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene WAIS. Zu all diesen Verfahren liegen deutsche Versionen vor (siehe Fenster 2).

  

Das Problem liegt darin, dass dann, wenn zwei von diesen verschiedenen IQ-Tests kurz, also wenige Minuten oder Stunden hintereinander abgenommen werden, sie durchaus nicht völlig übereinstimmende IQ-Punkte liefern. Das geht schon deshalb nicht, weil sie nicht genau die gleichen, teils sogar sehr unterschiedliche Komponenten der Intelligenz erfassen. So enthalten der Stanford-Binet-Test [25] sowie der K-ABC und die Wechsler-Tests WISC und WAIS (siehe Fenster 2) u. a. neben Untertests für fluide Intelligenz (Abb. 1) auch solche für kristalline Intelligenz (Abb. 3). Aber sogar bei den Tests für fluide Intelligenz decken sich die resultierenden IQ-Punkte in der Regel nicht: Bei mehreren Studien, in denen sowohl der SPM als auch eine der CFT-Versionen durchgeführt worden war, betrug die Korrelation r zwischen 0,46 und 0,81 [12].

  

In einer bei Wikipedia mitgeteilten Studie betrug die Korrelation zwischen dem CFT, dem Test für fluide Intelligenz bei Kindern und dem WISC, der neben einer Komponente für fluide auch eine für kristalline Intelligenz umfasst, r = 0,72 [28]. Für den CFT 20 teilt Weiß als Korrelationen mit verschiedenen international häufig angewandten Intelligenztests ein durchschnittliches r = 0,64 mit, wobei die Spannweite von r = 0,57 bis 0,73 reicht [7].

 

Auch der Moray House Test umfasst fluide und kristalline Intelligenz. Inzwischen 77 Jahre alte Teilnehmer an der „Scottish Mental Survey of 1932“ wurden mit diesem Verfahren und zusätzlich dem SPM getestet. Der Zusammenhang der IQ-Punkte war r = 0,57 [21]. Bei einem Vergleich der aktuellen SPM-Werte mit den Moray House Test-Ergebnissen von vor 66 Jahren ergab sich r = 0,48 [21].


kristalline Intelligenzaufgaben

Abbildung 3: Aufgaben aus Tests für kristalline Intelligenz. Diese berücksichtigen besonders die verfügbare Erfahrung (Lösungen am Ende des Beitrags)



3 Die Mensa-Vereinigung verhindert den Ausschluss der Versager

Folgende Faustregel ergibt sich: Der Unterschied von zwei oder mehr IQ-Testergebnissen bei einer Person ist umso größer

     1) je früher im Leben die erste Testung stattfand,

     2) je größer der Zeitabstand zwischen den Testungen ist,

     3) je mehr die Aufgaben der IQ-Tests voneinander abweichen,

     4) je öfter die Person getestet wird (z. B. durch externe Gutachter, für die es keine

         Beschränkungen für Testwiederholungen gibt).

 

Mit der Anzahl der zutreffenden Punkte steigt die Chance, einen IQ zu erzielen, der fälschlicherweise zur Aufnahme in die Mensa-Vereinigung berechtigt. Dies würde sich korrigieren, wenn dann IQ-Messungen wiederholt würden und die Mitgliedschaft verlöre, wer die Zugehörigkeitsbedingung „IQ 131“ nicht mehr erfüllt. Aber hier hat die Mensa einen Riegel vorgeschoben, indem sie Mitgliedern die Teilnahme an ihren Intelligenztestungen untersagt, wie es wie zum Beispiel die Mensa Deutschland mit den folgenden Worten tut [1]: “Mensa-Mitglieder sind von der Teilnahme [der bis drei Mal möglichen Eignungstestungen im Abstand von wenigstens einem Jahr für die Aufnahme zur Mitgliedschaft; die Autoren] ausgeschlossen.“

   

Somit sammelt die Mensa Personen, die intelligenztesttechnisch nicht jeweils die Leistungsstärksten unter 50 Personen sein können, sondern deren geistige Leistungsfähigkeit häufiger vorkommt.

    

4 Schnell informierte Lehrpersonen nur erfolgreich bei Förderung kurzfristiger Leistungsfähigkeit

Bei den Teilnehmern an der schottischen Studie fanden keine systematischen Bemühungen statt, deren geistige Leistungsniveaus zu steigern. Das geschah schon deshalb nicht, weil in den 1930er Jahren und Folgejahrzehnten die Auffassung herrschte, die Intelligenz entfalte sich bei einem unter normalen Verhältnissen aufwachsenden Menschen von selbst. James R. Flynn [29, 30] überraschte Mitte der 80er Jahre die psychologische Fachwelt mit Nachweisen, dass sich der IQ in den Industrienationen schon über ein halbes Jahrhundert lang alle zehn Jahre um etwa drei bis fünf Punkte erhöht hatte. Allerdings ist seit Mitte der 90er Jahre in immer mehr Nationen ein Maximum erreicht [31]. Jene so genannten „sekulären IQ-Zuwächse“ in den industrialisierten Gesellschaften waren nicht das Ergebnis von Maßnahmen, die gezielt auf die Intelligenzförderung ausgerichtet waren. Sie waren Zufällen zu verdanken wie insbesondere der qualitativ besseren Ernährung [32].


     


                    

Hinweis: Bei geistigen Leistungsvergleichen innerhalb einer Bevölkerung werden die IQ-Punkte in Intelligenztests hin und wieder der gegenwärtigen Lage angepasst, so dass beispielsweise der IQ 100 dem neuen Mittelwert der Leistungen der Bevölkerung entspricht. Wer zum Beispiel im Jahr 1970 in Deutschland den IQ 100 erhielt, hätte im Jahr 1990 für die gleiche Leistung nur einen IQ um 90 zugeschrieben bekommen.

 

Anders als bei den schottischen Studienteilnehmern wurden bei der oben berichteten Grundschule und den Gymnasien nach der ersten geistigen Leistungsmessung von Lehrpersonen im Rahmen des Schulbetriebs Maßnahmen zur Förderung der mentalen Fähigkeiten durchgeführt. Anders als Gehirntrainer, die insgesamt einige Wochen lang intensiv in die mentalen und körperlichen Fördermaßnahmen eingeführt und eingeübt werden, stand für die LehrerINNEN nur eine geringe Einarbeitungszeit im Zeitbereich von wenigen Stunden zur Verfügung. Deshalb beschränkte sich ihre Einführung auf schnell vermittelbare Hintergrundkenntnisse und Übungen. Diese waren auf geistige Leistungssteigerungen im Sekunden- und Minutenbereich ausgerichtet. Dementsprechend ergaben sich – überwiegend beträchtliche - Erfolge ihrer Interventionen in der Erhöhung der Arbeitsspeicherkapazität einschließlich ihrer Komponenten, u. z. der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Merkspanne [19, 20, 33]. Aber wenig beeinflusst wurde das geistige Durchhaltevermögen, das für den Erfolg in den Tests für fluide, oft auch für kristalline Intelligenz vonnöten ist, bei denen die schwersten Aufgaben erst am Schluss, also nach etwa einer drei viertel Stunde kommen.

   

Um noch nach mehr als einer halben Stunde geistig fit zu sein, sind weitere Maßnahmen erforderlich, wie sie das Geistig fit-Programm „Brain-Tuning“ enthält [33].

Mit einem derartigen, auch das Durchhaltevermögen fördernden Programm machten sich Vorabiturienten vertraut, um ihre geistige Leistungsfähigkeit sowohl in der Schule als auch daheim selbst managen zu können. Auf die Studie wird nun eingegangen.


5 Fast die Hälfte machte sich zu Hochbegabten

Die Fa. Dr. Willmar Schwabe in Karlsruhe hatte das Pionierprojekt „Mit Freude lernen“ initiiert und unterstützt und in Kooperation mit der Gesellschaft für Gehirntraining e. V. (GfG) durchgeführt. Das Programm, das die Grundlage zu dem später so genannten Brain-Tuning bildete, sollte die Schüler des Karlsruher Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) in den letzten zwei Jahren ab September 2007 bis zum Abitur begleiten [34]. Die 15 Teilnehmer, die zu Beginn (Sept. 2007) 17 Jahre alt waren, befassten sich in wöchentlichen Unterrichtsstunden mit den Theorien zur Steigerung der geistigen Fitness und hatten die Chance, die mentalen Maßnahmen regelmäßig auf sich anzuwenden und die Vorschläge zur Ernährung, Bewegung und zum Schlafen zu befolgen.

 

Gleich zu Beginn des Schuljahres – noch vor den Interventionen - wurde eine IQ-Testung mit dem Advanced Progressive Matrizen-Test (APM) nach Raven [5] durchgeführt und nach einem Monat, nach weiteren drei Monaten sowie zusätzlichen zwei Monaten und anschließend ein halbes Jahr später, d. h. zu Beginn des nächsten Schuljahres, wiederholt.

 

Anfänglich erreichte niemand den IQ eines Hochbegabten (siehe Abbildung 4). Nach einem Monat des Selbst-Managements tauchten vier (27 %), danach sieben (47 %) und dann sechs (40 %) unter den geistigen Hochleistern auf. Ein halbes Jahr später, gleich nach Beginn der Sommerferien waren es sogar nur noch fünf (29 %). Dieser geistige Leistungsabfall durch die Sommerferien ist inzwischen hinreichend bekannt [35].



 

Hochbegabte bei Vorabiturienten

Abbildung 4: Zunahme der Hochbegabten durch anfänglich intensives Brain-Tuning bei Gymnasiasten der Oberstufe

 









Einen Monat nach Beginn der Studie glaubten die SchülerINNEN, alles Nötige über das Selbst-Management der geistigen Leistungsförderung zu wissen und praktisch umzusetzen. Dies war eine Fehleinschätzung, derentwegen die Motivation nachließ weiterzumachen. Wie Begleituntersuchungen offenlegten, war die leistungsförderliche Lebensführung jedoch noch nicht optimal. Um zur Fortsetzung des Brain-Tunings zu motivieren, erhielten die SchülerINNEN Rückmeldungen über ihre Testergebnisse und das – auch eingehaltene Versprechen – einer kostenlosen Klassenreise nach London. Nach dem Reiseversprechen und der Rückmeldung ihrer Gesamtergebnisse in den abgenommenen Tests (nicht Lösungen von einzelnen Testaufgaben) verbesserte sich die mental förderliche Lebensführung und die Intelligenzleistungen stiegen weiterhin an.

 

Bei einer Nachuntersuchung nach dem Abitur verschlechterte sich die Durchführung der geistig förderlichen Maßnahmen und die Intelligenzleistungen sanken wieder ab, blieben aber dennoch deutlich über dem Ausgangsniveau zu Beginn der Studie [34].

Im Großen und Ganzen gesehen war bei dieser Studie das Maximum an kombinierten Wirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit nach etwa einem Vierteljahr erreicht. Allerdings erfolgten danach von der Studienleitung auch keine Rückmeldungen mehr über den geistigen Leistungsstand der Teilnehmer. Ebenso wenig fanden weitere Motivationsversuche von außen statt.

 

6 Durch Brain-Tuning Mensa-Mitglied werden und Mitgliedschaft rechtfertigen

Überlässt man die Menschen, die einmal das geforderte IQ-Kriterium erfüllen, sich selbst, ist es mit der Etikettierung als geistig Hochbegabte riskant. Denn grob geschätzt, werden wenigstens zwei Drittel derer, die durch die Mensa-Mitgliedschaft ihre Hochbegabung kundtun, bei einer neuen IQ-Testung durchfallen.

Brain-Tuning [33] bietet nicht nur auf effiziente – effizient verstanden als großer Nutzen bei geringem Aufwand – Weise eine erhebliche Chancenverbesserung für die Aufnahme in Mensa. Es würde obendrein bei so manchem Mensa-Mitglied im Nachhinein die Berechtigung zur Mitgliedschaft rechtfertigen.

  

Besonders die geistig überdurchschnittlichen Leistungsfähigen ab etwa der Pubertät sind in der Lage, sich selbst zu managen. Aus ihren Reihen lassen sich viele Hochbegabungen entwickeln. Sie haben es oft selbst in der Hand. Jüngere Personen müssen normalerweise von kompetenten Erwachsenen gemanagt werden.   

Doch auch, wer nicht gleich das von der Mensa-Vereinigung geforderte Niveau erreicht, gewinnt in der Informations- und Wissensgesellschaft durch die Erhöhung der geistigen Leistungsfähigkeit viele Vorzüge in Schule, Beruf und Alltag einschließlich Gesundheit.


7 Literaturnachweis

[1] Homepage der MinD Mensa in Deutschland e. V.: www.mensa.de/ (abgerufen am 05.02.14).

[2] https://mensa-test.plakos.de/ (abgerufen am 04.02.14).

[3] https://www.mensa.ch/de/content/wie-ist-der-iq-der-bev%C3%B6lkerung-verteilt (abgerufen am 05.02.14).

[4] Raven J, Raven JC, Court JH (1998) Raven manual: Section 4, Advanced Progressive Matrices,1998 edition. Oxford, UK: Oxford Psychologists Press Ltd.

[5] Heller KA, Lengfelder A, Kratzmeier H (1998). Matrizen-Test-Manual Band 2. Ein Handbuch mit deutschen Normen zu den Advanced Progressive Matrices von J. C. Raven. Weinheim: Beltz-Verlag.

[6] Cattell RB, Cattell AKS (1963) Culture fair intelligence test. Champaign, IL: Institute for Personality and Ability Testing.

[7] Weiß, R.H. (1998). Grundintelligenztest Skala 2. CFT 20 (4. überarbeitete Aufl.). Göttingen: Hogrefe.

[8] Cattell RB, Weiß RH (1971) Grundintelligenztest Skala 3 (CFT 3). Westermann: Braunschweig.

[9] Kaufman AS, Kaufman NL (1983) Kaufman Assessment Battery for Children. Circle Pines, MN: American Guidance Service.

[10] Melchers P, Preuß U (2009) Kaufman Assessment Battery for Children. 8., unveränderte Auflage. Pearson Assessment: Frankfurt/Main.

[11] Raven JC (1940) Progressive Matrices. London: H. K. Lewis.

[12] Heller KA, Lengfelder A, Kratzmeier H (1998) Matrizen-Test-Manual Band 1. Ein Handbuch mit deutschen Normen zu den Standard Progressive Matrices von J. C. Raven. Weinheim: Beltz-Verlag.

[13] Wechsler D (1939) The measurement of adult intelligence.  Baltimore:  Williams & Wilkins.

[14] Wechsler D, Bondy C (1964) Die Messung der Intelligenz Erwachsener. Bern: Verlag Hans Huber.

[15] Wechsler D (1949) Manual for the Wechsler intelligence Scale for children. New York:  The Psychological Corporation. 

[16] Priester, H.J.,1958.Die Standardisierung des Hamburg-Wechsler-Intelligenztests für Kinder (HAWIK). Huber: Bern, Stuttgart.

[17] Cattell RB (1963) Theory of Fluid and Crystallized Intelligence: A Critical Experiment. Educ Psychol 54:1-22. 

[18] http://www.zeit.de/1974/44/was-ist-eine-korrelation (abgerufen am 09.02.14).

[19] Lehrl S, Dasch H, Drauschke K, von den Driesch V (2010) "Mental TOP" – mehr als ein erfolgversprechendes Konzept. In: Nerowski C, Weier U (Hrsg) Kongressband zum 2. Bayerischen Grundschulkongress. University Press, Bamberg, S. 168-183.

[20] Drauschke K, Lehrl S, Dasch H (2010) MentalTOP – Gehirntraining für niederbayerische Gymnasiasten. Wie lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse der Gehirn- und Lernforschung nützen, um den Übergang an das Gymnasium zu verbessern? SchulVerwaltung Bayern 33:180-183.

[21] Deary IJ, Whalley LJ, Lemmon H, Crawford JR, Starr JM (2000) The stability of individual differences in mental ability from childhood to old age: follow-up of the 1932 Scottish Mental Survey. Intelligence 28:49–55.

[22] Zvan S (18.12.2011) On the Stability of IQ. http://freethoughtblogs.com/almostdiamonds/2011/12/18/on-the-stability-of-iq/ (abgerufen am 09.05.2013).

[23] https://www.mensa.org/about-us (abgerufen am 14.02.2016).

[24] Humphreys LG (1989) Intelligence: Three kinds of instability and their consequences for policy. In: Lynn RL (Hrsg) Intelligence. Urbana: University of Illinois Press.

[25] https://www.stanfordbinet.net/ (abgerufen am 14.02.2016).

[26] Kangas J, Bradway K (1971) Intelligence at middle age: A thirty-eight-year follow-up. Developmental Psychology 5: 333-337.

[27] https://www.absolventa.de/karriereguide/kompetenztest/test-hochbegabung-mensa-test (abgerufen am 12.02.2016).

[28] Downing G (1965) The Preparation of Teachers for Schools in Culturally Deprived Neighborhoods (The Bridge Project) The Final Report. Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Culture_Fair_Intelligence_Test (abgerufen am 12.02.2016).

[29] Flynn JR (1984) The mean IQ of Americans: massive gains. New York: Harper and Row.

[30] Flynn JR (1987) Massive IQ gains in 14 nations: what IQ tests really measure. Psychol Bull 101:171-191.

[31] Nisbett RE, Aronson J, Blair C, Dickens W, Flynn J., Halpern DF, Turkheimer EI (2012) Intelligence: New findings and theoretical developments. Am Psychol 67(2):130-159. doi: 10.1037/a0026699. http://psycnet.apa.org/journals/amp/67/2/130.html.

[32] Colom R, Lluis-Font JM, Andres-Pueyo A (2005) The Generational Intelligence Gains Are Caused by Decreasing Variance in the Lower Half of the Distribution: Supporting Evidence for the Nutrition Hypothesis. Intelligence 33(1):83-91.

[33] Lehrl S, Sturm P (2013) Brain-Tuning: schneller – schlauer – konzentrierter. Weil dein Gehirn mehr kann. Göttingen: BusinessVillage.

[34] Albrecht A, von den Driesch V, Lehrl S, Ramin A, Rauhoff H, Spies A, Waimer K (2010) Gymnasiasten werden gut und selbstsicher. Ergebnisse der zweijährigen MACO-Studie am Otto-Hahn-Gymnasium in Karlsruhe. Geistig fit 20(6):3-6.

[35] Cooper H, Nye B, Charlton K, Lindsay J, Greathouse S (1996) The Effects of Summer Vacation on Achievement Test Scores: A Narrative and Meta-analytic Review. Rev Educ Res 66:227-268.

 

Lösungen der Aufgaben für fluide Intelligenz: Abb. 1: links:  / ; Mitte: I; 13; 32; 1; rechts: \

Lösungen der Aufgaben für kristalline Intelligenz: Abb. 3: 1) Tragtasche; 2) New York; 3) Eisbär; 4) c)


Autoren

Dr. Siegfried Lehrl, Diplom-Psychologe, Erlangen

Peter Sturm, Diplom-Psychologe, Ebersberg